Reise durch Australien – der Feuerkontinent

In Brisbane angekommen, wurden wir feurig erwartet von Julie. Zwei Jahre war es nun her, dass wir uns das letzte Mal gesehen haben. Das Wiedersehen war einfach schön, es wurde viel geknuddelt und gelacht. Wir kennen uns ja schließlich schon seit 2011. Was ein Riesen Glück, dass sie vor drei Wochen von Melbourne nach Brisbane gezogen war, denn Melbourne kam für uns, wegen der kühlen Temperaturen nicht in Frage.

In Brisbane erlebten wir den australischen Frühling, ab und an war Tshirt Wetter und die Australier wurden nach und nach aktiver. Damit Christian dieser Aktivität bedenkenlos mithalten kann, ließ er sein Sprunggelenk Röntgen und hatte noch am nächsten Tag das Resultat- zum Glück war nichts schwerwiegendes. Also konnten wir den Job annehmen auf einem Yoga and Meditations Center um den Besitzern, ein älteres Ehepaar, im Garten helfen zu können 1,5 Std mussten wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, um nach Maleny zu kommen, für australische Verhältnisse ein Klacks. Maleny, so fanden wir schnell heraus, war das einzige Hippy Städtchen im Osten Australiens, viele alternative Medizin Praxen und spirituelle Shops konnte man dort finden. 

 

Die erhoffte Yoga und Meditations Praktiken konnten wir nicht ausbauen, aber einen Ort der Ruhe, geistiger Reinigung und einfaches Arbeiten fanden wir dort allemal. Jeden Tag wurden uns vegetarische Gerichte serviert und wir konnten schonmal über unsere Rückkehr nachdenken, ohne dabei Stress zu empfinden. 

Nach 7 Tagen kamen wir zu Julie, Daniel und deren Baby zurück. Gerade rechtzeitig, denn das große Footy und Rugby Finale standen an. Das wird meistens immer in großen Gruppen bei australischen BBQ gefeiert und wir waren mittendrin… marked! Das Zusammensein mit den jungen Familien war einfach goldig und wir hatten eine schöne Zeit. 

Tage danach stand eine Entscheidung an: wagen wir uns in den Linksverkehr und leihen uns ein Auto aus? Ungelogen es hat 8 Stunden gedauert bis wir uns erstens den Mut gefasst habe und zweitens das beste Preis Leistungs Angebot gefunden haben! 20AUD pro Tag für ein Kleinwagen war der Hammer und unschlagbar im Vergleich zu den privat Firmen die Fahrten ins outback anboten. Unser Ziel war eine Pferdefarm in Stanthorpe ( Queensland / New South Wales). 

Ich glaube jeder der in Australien gereist ist und sich ein Auto geliehen hat, der weiß wie aufregend und zugleich lässig es ist. Der super entspannte Auto-Vermieter hat mich noch gefragt, ob er das Auto vom Hof fahren solle. „Ach quatsch ich mache das.“ hörte ich mich sagen, stieg ein und musste mir erstmal alles zeigen lassen. Meine Coolness schwand natürlich kein Stück… erst als ich das Auto durch den 2 m engen Korridor zwischen Haus und Zaun fahren sollte und ein rhythmisches Geräusch vernahm und merkte dass es der linke Spiegel war, der am australischen Wellblechzaun gemütlich vorbei ratterte. Haha der Autovermittler wünschte uns eine gute Fahrt und verließ den Schauplatz. Nach 15 minütigen Lachanfall von Christian konnten wir uns also in den Linksverkehr stürzen und ich konnte oben die Spur zu halten. Es ist wirklich urkomisch wenn man soweit rechts im Auto sitzt. Kleiner Tipp: nutze nicht die Spiegel zur Positionskontrolle! man hat ja einen super Blick auf das Amaturenbrett- der Mittelstreifen der Straße sollte die Mitte der Konsole kreuzen … somit ist dein Blick stets vorwärts gerichtet und kannst dich auf den Verkehr konzentrieren! Top! 

Weiterer Tipp:

Vergesse nie als deine Sonnenbrille- durch das Ozonloch über Australien ist die Sonne wirklich sehr reizend für Haut und auch deine Netzhaut am Auge. Da ich eh eine Brille beim Autofahren trage traf es eher den Brillenlosen Chris, der nach 2 Std starke Kopfschmerzen bekam und feuerrote Augen hatte. 

Je näher wir ins Australische Outback  fuhren, desto spannender wurde die Landschaft und umso attraktiver für Kangoroos. Nach einer kurzen Schrecksekunde kam Freude auf, wenn wir die hüpfenden Säugetiere in ihrem Lebensraum beobachten konnten. Schlussendlich kamen wir ins en Irish angehauchten Städchen an und sahen eine 1,70 große Kangoroo Statue am Straßenrand, wir staunten und erschraken als sie sich beim vorbeifahren bewegte und mit unserem Auto für 20 m mitlief. Nächste Tipp: zur Dämmerung sind die guten Tiere besonders aktiv und sind häufig zu entdecken, häufig entscheiden Sie sich aber für den falschen und todbringenden Weg und hüpfen einem vor das Auto. Achtung diese Schäden zahlen die meisten normalen Auto-Versicherungen nicht. 

Wir trafen Leisa, die Besitzerin der Pferdefarm und gemeinsam gingen wir einkaufen, so lernten wir uns schon einmal flüchtig kennen. Sie war auch Vegetarierin und kaufte aber einen 20 kg Hähnchenkeulensack ein. Auf Nachfrage fanden wir heraus, dass sie drei Hunde hatte und das deren Frühstück sei und wir u.a. für die Fütterung zuständig seien. Die Anspannung stieg! 

Hey das Grundstück war wirklich riesig und die sieben Pferde, Alpakas, Hühner 

Und Hunde sehr goldig. 

Wie es der Zufall will, arbeitete Leisa nicht nur auf der Farm sondern auch mit autistischen Klienten. Davon bekamen wir jedoch wenig mit, da das Wetter nicht geeignet war. 

Zwei tolle abwechslungsreiche Wochen gingen vorbei. 

Bestes Mitbringsel: Butt Free Australia!! Filter Auffangbehälter wenn man Raucher ist. 

Die Rückfahrt an die Goldcoast wurde von strahlendem Sonnenschein begleitet und wir kamen pünktlich zur Geburstagsparty von Julies Florence an. Wir badeten im Pool und hatten eine gute Zeit mit Julies Freunden.

Am nächsten Tag holten wir eine andere Freundin ab die wir bereits auf Bali getroffen hatten. Jenny war zufälligerweise an der Goldcoast arbeiten und nun bot es sich an dass wir uns Noussa Island und die Sunshine Coast anschauten! Auf Noussa badeten wir in Fairypools, sahen Koalas und Delphine und an der Sunshine Coast gingen wir in den berühmten Steve Earvin Zoo! 

Bilder sagen mehr als Worte, der Dreitages Ausflug hatte es in sich: 

In Brisbane angekommen haben wir Jenny bei einer Freundin abgegeben, das Auto heile zurück gebracht und uns mit einem Kumpel von Chris getroffen. Am nächsten Tag brachte dieser uns mit vielen interessanten architektonischen Informationen über Brisbane in die Innenstadt und verabschiedete uns herzlich. Wir traten unseren nächsten Job an: diesmal erwartete uns ein Camper Van den wir von B nach A schaffen sollten, da dieser nicht in Brisbane sondern in Sydney gebraucht wurde. Wie passend, denn so kamen wir günstig nach Sydney und Jenny nahmen wir gleich mit und brauchten nicht mal eine Unterkunft für zwei Nächte organisieren. Einziger Nachteil es war ein 7meter Schlachtschiff, welches gefühlt 12 Tonnen wog und ich mich dem Truckerlady Leben nicht gewachsen fühlte. Haha. Dafür aber Jenny. Beste!

Sydney empfing uns sehr herzlich, mit Sonnenschein, super coolen Leuten  und einer Bratwurst für umme! 

Den Abend ließen wir in Jennys umstrittenen Hostel auf der Dachterrasse ausklingen und lernten ihre Partykollegen kennen, die Travel And Work Erfahrungen in Australien suchten. 

Sydney ist wirklich ein muss, wenn ich das so beurteilen darf- von der Architektur bis hin zu den Stränden / Parks und kulturellen und kulinarischen Angeboten ist für jeden etwas dabei. 

Ich feierte meine Geburtstag sogar in Sydney und zwei Tage später verabschiedeten wir uns jedoch und machten einen weiteren Camper Van Job bis nach Melbourne. 

Vorteil: kleinerer Wagen – Mercedes Vito 

Nachteil: die recht bekannte Firma die dahinter steckte kann man in die Tonne kloppen… salopp gesagt. Egal war trotzdem ein super Trip den wir nicht missen wollten. 

An Aussichtsplätzen und Grillplätzen war es leider so dass viel Müll liegen gelassen wurde, so hat Travel and Clean wieder zuschlagen können. #makeadifference 

Melbournes Empfang war nicht so herzlich . Der Grund war die erwähnte Firma und deren Mitarbeiter- die Touristen unfreundliche Öffentliche Verkehrssituation- die kühlen Temperaturen und die anonyme Atmosphäre. 

Wir machten das beste daraus indem wir Pinguine am Hafen besuchen gingen und Mega günstig shoppen gingen in unserem Lieblings Outdoorbrand Shop. 

Wir entdeckten ein „Pay What you want „ Restaurant, indem wir zu Spendenpreisen gut indisch essen konnten. Am gleich Tag ging es abends zum Flughafen zur unserer letzten Station unserer Reise: Singapur 

Doch dazu mehr im nächsten Artikel. 

Stopp sechzehn: Bali

Anika hat schon vor unserer Reise von Bali gesprochen, und nun können wir uns von der Insel, die als Touristenhauptanlaufstelle gilt selbst ein Bild machen. Nach 1,5 Std im Flugzeug waren wir endlich da. Wir suchten Zuerst nach unserem Gepäck und bemerkten, dass wir erst an der 40 Meter Menschenschlange anstehen dürfen um unseren Pass vorzuzeigen. Nach einer Stunde könnten wir dann unser Gepäck holen, welches wahrscheinlich schon einige Runden auf dem Beförderungsband verbracht hat. 

Da wir wie lausige Backpacker aussahen und unter 40 Jahre alt waren, wurden wir durch einen anderen Security Check beim Zoll geführt. Die Vermutung lag nahe, dass wir Substanzen mit uns führen oder ähnliches. Aber wir waren clean und musste nichts an Gepäck den Beamten zeigen. Wir lernten bei unserer Denpasar Flughafendurchreise eine deutsche Familie kennen und stellten fest, dass wir in die Gleiche Stadt müssen: Ubud! 

Wir teilten uns ein günstiges Taxi und umgingen der Taxi Mafia, die auf Bali ihr Unwesen treibt und unterstützen somit die Locals. Kleiner Tipp für alle Bali Reisenden: geht aus dem Flughafen geradezu heraus sucht via Maps wo das „Wana Kubu Homestay“ ist und fragt die Rezeption ob sie Zeit haben euch zu fahren oder ordert ein Go-car oder Uber Taxi. Um nach Ubud zu fahren gebt nie mehr als 300000 IDR aus. 

Nach einer 1,5 Std Taxifahrt zwischen Rollerchaos und Taxifahrern fiel uns auf, dass wir die Qualität der Straßen sehr genossen, die Hinduistischen / Balinesischen Tempel an den Straßenseiten und die prächtige Natur sehr genossen. Die Vorfreude stieg, gerade weil unsere alte Freundin sammt Ihren Eltern auf ein Wiedersehen mit uns warteten. Am vereinbarten Treffpunkt feierten wir uns mit einem kühlen Glas Bier. Da die Familie ein privat Resort im Vorhinein gebucht hatte (jeder kennt die Firma), luden sie uns ein, diese Unterkunft mit Ihnen zu teilen. Was ein tolles Angebot und wir dachten wir müssen wieder in einer Mottenhöhle schlafen. 

Wir kamen also nach Sonnenuntergang an der Unterkunft an und planten den nächsten Tag um Schlussendlich in unser Schlafgemach einzukehren. Wir dachte. Wir schauen nicht richtig, wir öffneten die wunderschöne geschnitzte massive Holzpforte zu unserem Zimmer und nahmen den zarten Duft eines Räucherstäbchens wahr. Und sahen das liebevoll hergerichtete Zimmer mit dem Queensizebett. Überglücklich schliefen wir  ein und beim Aufwachen würden wir unserem Glück noch mehr Bewusst. Der Ausblick war gigantisch und das sanfte Wassersprudeln aus der Nähe sagte uns, dass dort ein Pool sein müsste. Wir gingen also Baden und starteten den Tag mit einem breiten Grinsen. 

Gegen 10 Uhr machten wir uns alle auf unsere gemieteten Roller und erkundeten die Insel. Ubud ist wirklich sehr schön. Überall Regenwald, Reisfelder, Tempel und hier und da kleine Überraschungen. 

Selbst die vielen Touristen sollten uns nicht stören, Bali ist einfach soo viel anders als der Rest Indonesiens. Wir fühlten uns sehr wohl. Dies bestätigte sich auch die folgende Woche. Wir verließen das Familienglück, um unseren verrückten Amerikaner zufälligerweise in Cenggu zu treffen, was zwei Stunden entfernt liegt. Auch er bot uns an in der Villa, die er mit anderen Backpackern gemietet hat, zu nächtigen. Somit trafen tolle Leute zusammen, die gut miteinander harmonierten. Leider verletze Chris sich bei einem Fehltritt auf eine Holzlatte den Fuß und war außer Gefecht gesetzt. 

Nach drei Tagen auskurieren, trauten wir uns, uns Richtung Süd Kuta auf Bali aufzumachen. Wir verabschiedeten unsere neuen Freunde aus den Niederlanden am Flughafen und führen noch ca. Eine Stunde bis zu unserer Unterkunft, die direkt am Meer lag und nur 18€ pro Nacht inkl Frühstück kostete.

Perfekter Ort um eine Surflektion zu machen, jedoch mit Chris Fuß ging das nicht und die Wellen machen einfach zu krassen Eindruck auf Anika, sodass sie sich gegen einen billigen Surfkurs entschied. Nicht desto trotz hatten wir eine schöne Zeit und verbrachten einen kompletten Tag wieder mit unserer Jenny und Familie die eine Bucht weiter ihr Hotel gebucht hatten. Nein das war kein Zufall 🙂

Hier einiges Eindrücke von Süd Kuta:

 

Ab 16 Uhr machten wir uns auf um irgendwie ein Günstiges Taxi in der Uber freien Zone zu finden. Fazit: unmöglich… außerdem mit unmöglichen Preisen… sollten wir wirklich wie eine Zitrone auf die letzten Meter ausgequetscht werden? Nein ein Pärchen von der Insel Java kam mit ihrem kleinen Auto an uns vorbei und wir konnten unsere Story erzählen und wurden mitgenommen. Sie waren auf dem Weg zum Fischmarkt In der Nähe des Flughafens. Das ließen wir uns nicht entgehen und gingen mit Ihnen. 

Nach einer Nacht im Wanna Kubu Homestay waren wir innerhalb von 10 Minuten am Flughafen und konnten unser Gepäck einchecken. Ganz unverhofft ging es per Flieger nämlich nach Australien, diesmal konnte Anika eine Freundin besuchen, Julia, die kürzlich nach Brisbane gezogen ist. 

Fünfzehnter Stopp – Díli in Timor Leste

In Díli sollten wir nun für die nächsten 10 Tage an einem Kunstprojekt teilnehmen. Aus Wände bemalen, wie wir anfangs dachten, wurde: Kinder betreuen und malen, sowie Englisch beibringen.  Dies für 2x 2 Stunden pro Tag. Die Kinder waren sehr aufgeweckt und etwas dreckig , aber wir hatten doch zum größten Teils Spaß  mit ihnen.

Besonders beim Fußballspielen auf der Straßenkreuzung. An Ausflügen waren wir an der Cristo Rei Statue (die Zweite, die wir sehen, nach der in Lissabon) und auf der Insel Atauro was beides baden und schnorcheln bei bombenwetter beinhaltete. Die Zeit hier war schön und warm ohne regen. Man kriegt hier mehr westliche produkte zu kaufen als sonstwo in Asien, erstaunlich für so ein kleines und armes Land. 

Hier in Ost Timor findet man keine Sauf Backpacker, die Party machen wollen, aber man trifft Menschen die an Menschen interessiert sind. Das macht das Land sehr sympathisch.

Unser nächster Stopp sollte Bali sein, dort wartet das nächste Abenteuer auf uns

Vierzehnter Stopp – Alor

Die Insel Alor ist die letzte der Sundainseln, Taucherparadies und wurde von allen auf dem Weg dorthin wärmstens empfohlen.

wie kamen wir also nach Alor? Es handelt sich um ein Frachtschiff auf dessen Ladefläche wir nun die nächsten 36 Stunden verbringen solllten. Nachts war es kalt und da wir im Gegensatz zu den anderen circa 20 passagieren keine Decken  hatten, dienten mehrere Rettungswesten als Wärmegeber.

Auf diesem Schiff konnten wir nun endlich ganz vorne auf den Bug gehen und wie bei dem film titanic die hände ausstrecken.

Schon ein tolles gefühl. Wir erreichten den Hafen von Kalabahi gegen 20:00 Uhr, doch der Kapitän wollte nun kein Geld von uns für die Überfahrt annehmen. Wir gaben ihm trotzdem die Hälfte des vereinbarten Preises, und sagten Good bye. Am Hafen fanden wir ein Paar Jungs die uns mit einem Hotspot versorgten um nach einer Unterkunft zu suchen. Da kreuzte ein Rollerfahrer auf, der gut englisch sprach und ein Zimmer zu einem guten Preis hatte, desweiteren organisiert er auch Bootstouren, also genau das was wir suchten. Wir fuhren nun in zwei Fuhren per Roller zu der Unterkunft, welche bei dem Mann zu Hause war. Wir wurden von seiner Frau und Tochter begrüßt und bekamen Tee und in Kokosblättern eingewickelten Reis zu essen. Dieses Gericht gibt es nur einmal im Jahr, am Haj Tag, dem Tag der Reise nach Mekka für Muslime. Des weiteren lud uns der Gastgeber zum Schlachtfest am nächten Tag ein. War wohl der perfekte Tag um dort zu sein. Das Zimmer war sauber und wir gingen früh schlafen. Nachdem Frühstück gingen wir zusammen zu den Nachbarn welche Bänke, Stühle, Essen und Trinken im Vorgarten aufgebaut hatten.

Eine Ziege und Zwei Kühe wurden nun im Vorgarten geschlachten, und das Fleisch unter Buchführung aufgeteilt und an die ganze Nachbarschaft verteilt. Dieses Ritual dauerte bis in den späten Nachmittag.

Wir gingen zwischenzeitlich nach Hause um Wäsche zu waschen und zu relaxen. Abends gab es eben dieses Rindfleisch zu essen, und wir entschieden uns für einen Zweitagesschnorchelausflug der am nächsten Morgen startete. Unseren großen Rucksack liessen wir bei Familie Rahman, um ihn später die Woche wieder abzuholen.

Das Meer türkis der Himmel hell blau, wunderschöne Riffe mit Fischen und intakten Korallen in allen Farben erwarteten uns.

Wir ließen uns zum Abschluss des zweiten Tags an einem Strand mit Bungalow absetzen, welcher 15km von Kalabahi liegt, wo wir die nächsten zwei Tage mit weiterem Schnorcheln, Sonnenuntergängen und am Strand herumliegen verbringen sollten.

Zurück in die Stadt nahm uns eine Gruppe Einheimischer besthend aus 4 Erwachsenen und 20 Minderjährigen mit ihrem Minibus mit. Das heißt: vorne 3 personen, hinten 12 personen und der rest auf dem Dach. Die Musik war laut, wie immer in Indonesischen Minibussen, und wir hatten viel Spass beim singen und 10km/h fahren.

Sie lieferten uns bei der Familie Rahman ab wo wir ein Abendessen bekamen. Wir packten unsere Sachen, bedankten uns nocheinmal und fuhren per Ojek zum Hafen. Die Fähre nach Atupupu sollte um 20:00 ablegen. Dort angekommen sahen wir die Fähre, uns wurde jedoch mitgeteilt das diese erst Morgen um 20:00 abfährt. Na toll! Also Kontaktierten wir wieder die Familie und fuhren wieder zu ihnen nach Hause. Wir nahmen es aber locker und lachten über die Situation die uns hier irgendwie nicht gehen lassen wollte. Nach einem weiteren Tag Vollpension und Gastfreundschaft, verliessen wir dann doch Kalabahi am Tag darauf um 22:00Uhr. Die Überfahrt dauerte bis 6 Uhr Morgens plus eine Stunde Zeitverschiebung oben drauf. Atapupu entpuppte sich als ein Hafenanleger mit drei Verkaufsbuden, wir nahmen einen Minibus zur Grenzstadt Mo a in, die wir in einer halben Stunde erreichten. Im bereits abgezäunten Grenzgebiet gab es ein kleines Restaurant, wo wir ausstiegen und ‚brunchten‘ mit blick auf Betonwand und Stacheldracht. Die Grenze kann man zu Fuss passieren, die Grenzer waren freundlich und nun bekamen wir pünktlich den Stempel, um aus Indonesien auszureisen nach möglichen 30 Tagen Visa.  100 m weiter waren wir dann in Ost Timor.

Das Land über das man in www fast keine Informationen kriegt. Portugisische Kolonie bis 1975, dann von Indonisien besetzt bis 2002 unabhängig geworden. Wer über die Besatzungszeit etwas lesen möchte, kann das gerne tun, braucht aber einen guten magen, denn das ist an unmenschlichkeit schwer zu überbieten ist was da abgelaufen ist. Wir nahmen ein Bremo in die Hauptstadt Díli, was uns für 4 Stunden immer an der Küste entlang führte, schöne Aussicht auf das Meer, jedoch die Straße sehr holprig und staubig. 

Umweltschutz – Travel and Clean

Ich bin ratlos, ich bin enttäuscht, wie kann man seinen Müll so selbstverständlich in das Meer schmeißen?!

Plastik und Müll ist von unseren Stopps besonders in Indonesien ein großes Problem, die Menschen wollen keinen Müll um sich haben, ihr Haus rein halten und den Platz, an dem sie sitzen, auch.

Aber um Himmels Willen, warum muss der ganze Mist im Ozean, hinterm Haus  oder an einem Flusslauf landen… was ist Wasser für die Menschen… wo ist der Geist der Achtsamkeit.

Alles entsteht im Wasser, Wasser ist lebenswichtig. Wasser ist ein Lebensraum und noch vieles mehr.

Die Erwachsenen machen es vor, die Kinder machen es nach.

Ich frage mich „wo kann man mit der Aufklärung starten?“.

Auf die Frage: „Warum ist hier überall Müll und Plastik?“ kam die Antwort „Was sollen wir denn machen, wir als drittes Welt Land, haben halt nicht die Möglichkeit wie die USA oder Japan den Müll zu beseitigen.“ Auf die etwas provokante Reaktion von Chris „Da braucht ihr nicht nach Japan oder so schauen, guckt auf euren kleinen Bruder Singapur, die kriegen es ja auch hin.“ konnte er nicht mehr antworten, weil er ersten nach Einer Antwort suchte und zweitens wir dann abgeholt wurden. Trotzdem hoffen wir, dass wir etwas bezweckt haben und eine andere Sichtweise auf die Sache geben konnten.

In Indonesien gibt es die Trash Heros die kräftig bei den Kindern für Aufklärung sorgen und mit Spaß die Strände reinigen, aber wohin mit dem Müll danach? Auf manchen Inseln gibt es Müllsammelstationen, die nach Java verschifft werden, um dort verarbeitet oder professionell verbrannt oder gepresst zu  werden.

Irgendwie passt das hinten und vorne nicht, warum als Bewohner einer Insel für ein wenig Geld den Müll an die spärlich gesähten Stationen bringen und aber die Benzin kosten haben, die das ganze dann wieder auf Null bringen?! Guter Ansatz, aber das hat keine Zukunft. Ruck zuck ist man wieder im alten Schema.

Wir waren viel auf Fähren unterwegs, alle bringen Snacks und Essen mit, die Müllsäcke sind quasi leer, da jeder seinen Müll ins Meer schmeißt, Kinder gucken erstaunt, wenn wir weiß Nasen aufgeregt rufen,  während er seinen Müll ins Meer schmeißt , niemand sonst hat ihm da einen bösen Block zugeworfen. 

Ich bin von der Natur Indonesiens und besonders von dem Meer so unendlich beeindruckt, endlich habe ich meine Angst bekämpft im  tiefen Meer zu schwimmen, zu schnorcheln, obwohl man keinen Boden sieht, ich bin sogar einfach vom Boot gesprungen und ich bin auch mal mit kleinen Riffhaien geschwommen. Wenn man sich den Regeln entsprechend verhält, kann man diese Schönheit und Vollkommenheit sehr genießen.

Umso trauriger ist es, wenn man eine Schildkröte entdeckt und gleich daneben eine Plastiktüte schwimmt. Aber es macht keinen Sinn wütend zu sein, alles was ich tun werde, an die Stärke des Menschen glauben, an das Herz appellieren, aber ich selbst kenne dieses Reisegebiet zu wenig um selbst dies bei den Menschen hier zu erreichen. Ich wäre dafür Es Singapur nachzuahmen und Strafen einzuführen, das wäre auf einem Schiff oder Fähre das einfachste, da man die Menschen dort im Blick hat.

 

Umweltverschmutzung ist auf der ganzen Welt ein Thema, doch jeder einzelne ist verantwortlich dafür, seinen Teil einzubringen. 

Travel Clean and stay safe. 

Stopp Dreizehn – Insel Flores

Moni und Maumere-

Nachdem Wir sicher waren, dass Chris auf dem Weg der Besserung ist, haben wir unsere Sachen gepackt und haben dieses Staubloch  Labuan Bajo verlassen, man wird hier eh ziemlich ausgesaugt als Tourist. Wir saßen im  Kollektiv Taxi und machten uns auf den Weg nach Moni. Dauer: 12 Stunden. Als uns bewusst wurde wie groß diese Insel ist, planten wir auf jedenfall eine Übernachtung ein. Die Fahrt war so lala, wir sahen viel Plastikmüll im Naturparadies, hatten unebene Straßen und eine Mitfahrerin die nicht den Magen für lange Autoreisen hatte. Haha. Erster Stopp nach vier Stunden, Stadt Ruteng, oh Gott was ein weiteres Staubloch an Dorf… keine Straßen, es roch überall nach Benzin und die Menschen waren unfreundlich. Chris suchte eine Toilette auf, die man ihm empfohl und stapfte in Knöcheltiefes vollgelaufenes Toilettenhäuschen… tolle Sch…

bloss weg hier, Übernachtet haben wir in der Stadt 4 Std weiter entfernt. Bajawa. Hier waren die Hotels ausgebucht,aber es fand sich ein Mann der wusste dass seine Nachbarin Gäste aufnehmen kann.

Die Fahrt nach Moni zum Vulkan Kelimutu lohnt sich und wenn das Wetter mitspielt sollte man sich den Vilkan mit den andersfarbigen Seen schon anschauen.

Oben angekommen genossen wir die Aussicht. Nach 1 STD machten wir uns auf den Rueckweg, da wir den lokal Bus nach Maumere kriegen wollten. 15 km hatten wir vor uns, nach zwei Kilometern fuhr an uns ein Ladetransporter vorbei und Menschen riefen uns zu ob wir nicht mitkommen wollen. Wir wurden tatsächlich von der Harley  Davidson Crew aus Jakarta aufgegabelt und hatten eine lustige Fahrt bis zum Fuße des Berges.

So bekamen wir ganz gemütlich den Bus nach Maumere.

Maumere wurde von anderen touristen schlecht geredet, wir jedoch hatten eine coole Zeit. Dass die Stadt nicht sonderlich toll und sauber ist, ist indonesischer Standart, aber die Leute sind schon angenehm!

Das war die Aussicht aus dem Hotel.

Einfach geradeaus durch eine kleine Gasse (?) kamen wir an den Hafen und fanden eine Art Shishabar, die noch geschlossen war.

Durch Zufall wurden wir von einer Familie ganz in der Nähe der Bar zum Essen eingeladen und haben als Dank mit den kidnern gespielt.

10 Meter weiter saßen Junge Leute an der Hafenkante und spielten Gitarre. Auch dort wurden wir eingeladen.

Maumere Hafen: 

Trotz der Gastfreundschaft, war uns nach Strandfeeling und Ruhe. Also fragten wir nach Bungalow Cottages: wir erhielten zwei Adressen und waren zwei Nächte in der einen und eine Nacht in der anderen Cottage:

 

Indonesien – Komodo Inseln

Komodo Family Tour

Auf dem Weg zum Tour Office fiel uns deutlich auf, dass an der Stadt Labuan Bajo mal gar nichts sehenswert ist und wir freuten uns auf unseren zweitägigen Ausflug mit dem Schiffchen. Alles verlief nach Plan, diesmal war Kaffee, Tee und Kuchen an Board und die Boardcrew hat auch gekocht für die 11 Gäste, die alle gekommen waren um die Komodo Varane zu sehen. Zum Glücke waren wir eine gemischte Truppe, bestehend aus Engländern, Ungarn, Deutschen und Japanern. 

Die berühmten Komodo Varane wartete. schon auf uns, nach zwei Stunden Fahrt übers glasklare Wasser und Aussicht auf Inselgruppen, kamen wir nach Rinca, eine der zwei Inseln die Komodo Varane vorzeigen können. Kurz vor dem Nationalparkeingang sahen wir die ersten exotischen Bewohner und bald darauf trafen wir auf die Dinosaurierartigen Echsen. Der Tourguide konnte uns viele Details erzählen und ist quasi mit den Tieren groß geworden, da er auf Rinca geboren wurde. Tolle Erfahrung! 

Danach ging es nach Komodo, die größte Insel vom Nationalpark, hier sahen wir nur wenige Komodo Varane, daran ist auch unser straffer Zeitplan schuld und die schlechte Laune der jungen Schiffsbesatzung (16-19 Jahre alt). 

Bis zur Bucht, in der wir nächtigen sollten, war es nur eine kurze Fahrt. Wir ließen den Abend mit traditionellem Essen (gebratener Reis, Frittierte Hähnchen Snacks und Gemüse Suppe), Bier und guten Gesprächen ausklingen.

Die Engländer und wir zwei waren die letzten, die bei Mondschein zu Bett gingen. Anni war jedoch die einzige die den Wal entdeckte der auf Planktonsuche war. Vor lauter staunen konnte sie nicht so leicht in den Schlaf fallen. Wir waren auch die Ersten, die am nächsten Tag erwachten, und sahen den Sonnenaufgang.

Es ging weiter nach Padar Island, eine Insel mit Aussichtsgarantie. 

Danach schwammen wir mit den großen friedwilligen Manta Rochen. Irres Gefühl, erstens: einfach so in die Tiefen des Meeres zu springen, während man von oben nur einen riesigen sich bewegenden Schatten im Wasser schwimmen sieht und zweitens weil sie soo viel eleganter und wunderschön im Wasser sind. Dagegen waren die wild umherfuchtelnden Touris an der Wasseroberfläche wie Wespen im Wasser. 

Völlig Baff und erstaunt und zeitgleich fix und fertig von der schnorchlerei schipperten wir dem letzten Ausflugziel entgegen, welches nur ein Schorchelspot war, der nicht benennenswert war. 

Im Hafen von Labuan Bajo angekommen, hatte Chris leichtes Fieber, welches stündlich anstieg. Da wir im Dengue und Malaria Gebiet unterwegs waren, waren wir sehr besorgt. Gegen Acht Uhr abends lag er dann zum Checkup im örtlichen Krankenhaus, und bekam Paracetamol und Bettruhe verordnet. Nach zwei Tagen sollten wir wiederkommen, falls das Fieber nicht weggeht. Glücklicherweise war das der Fall und wir konnten nach zwei Tagen Ruhe weiterziehen.

 

Zwölfter Stopp – Indonesien Teil 2

Nach knapp 2 Tagen Fahrt kamen wir 23:00 Uhr abends in der Labuan Bajo Insel Flores an. Wir fanden das Happy Komodo Hostel und checkten ein. Dieses Hostel besitzt in den Schlafräumen eine Klimaanlage und Türen! Das haben andere Hostels dort nicht.

Wir trafen im Supermarkt gegenüber zwei Slowaken und unterhielten uns über Labuan Bajo und Malaria und andere Krankheiten. Sie rieten uns die Anti Malaria Tabletten zu nehmen und wünschten uns eine tolle Zeit. Danach trafen wir einen jungen Tourguide, der uns eine 2 Tages Tour empfohl für einen unschlagbaren Preis, in Zwei Tagen sollte es los gehen.

Nach einer guten Nacht lernten wir unsere Zimmergenossen aus dem Fünferzimmer kennen (2 Katalanierinnen und 1 Amerikaner), wir passten alle super zusammen und beschlossen uns um einen Ausflug zu kümmern. Wir nahmen unsere erste AntiMalaria Tablette.

Super beraten wurden wir von dem Office „Komodo Family Tour“. Gerne haben wir dem jungen Mann unser Geld. Es wurde es Bootsausflug zu einer Höhle in der man schwimmen kann und auf eine einsame Insel, wo man Schnorcheln kann. Es war der Hammer.

Wir ließen den Abend zusammen ausklingen und aßen auf dem Nachtfischmarkt und sangen mit den Locals zur Gitarrrenmusik.

Das war paradiesisch und das gleich beim ersten Ausflug. Wir waren gespannt auf den folgenden Ausflug.

Elfter Stopp – Indonesien Teil 1

Auf der Suche nach dem Paradies. 

Wir haben uns bewusst für Indonesien entschieden, da die Regenzeit, die nun in Taiwan, Philippinen, Laos und Thailand beginnt, hier weniger ausgeprägt ist. Nachdem unsere Sicherheitsapp uns meldete, dass in Laos ein Staudamm durch die heftigen Regenfälle gebrochen wäre und auf den Philippinen Terroranschläge gemeldet wurden und in Taiwan die Taifune ihr Unwesen treiben, blickten wir  voller Vorfreude nach Indonesien. 

Ein Tag später meldete unsere Sicher Reisen App „Erdbeben auf Lombok, Bali ist teilweise auch Mitbeteiligt“. Ganz nach dem Motto: Wer sich zu früh freut … 

Eine Woche nach dem Erdbeben:

Flug Von Hongkong nach Singapur, war easy, die 6-7Stunden wartend im Flughafen verbringend jedoch nicht.

Angekommen auf der Insel Jawa in Surabaya, wurden wir von den Indonesiern   begrüßt und uns kam das Gefühl hoch, als wären wir auf einem Wochenmarkt, der der am lautesten schreit bekommt die meisten Gäste, die bei ihm im Taxi mitfahren. Wir ließen uns erstmal Zeit und wechselten gemütlich Geld und plötzlich wurden aus 15€ = 200’000 Idr. Unsere Fahrt kostete 150’000 Idr nach Citraland. Wir wussten nicht was uns erwartete, aber wir kamen in ein Distrikt der Stadt, der eine Wohnsiedlung beherbergte, welcher bewacht, gepflegt und sehr modern war. Dort haben wir das Glück bei einer kanadischen Couchsuferin zu bleiben, die in einem der Super Modernen Haushälften lebt. Sie hat sogar eine Haushaltshilfe, die uns Mittag vorbereitet hatte, welches wir sehr genossen, da das letzte Essen schon wieder 6 Stunden her war. Danach war nur noch an Schlaf zu denken. Nach sage und schreibe 16 Stunden Schlaf, haben wir die katastrophale Nacht auf dem Flughafen Singapur wieder ausgeglichen. 

Die folgenden Tage bestanden daraus, dass wir die nächsten Tage/ Wochen planten und uns eine indonesische Simkarte und Geld besorgten. Erst dann war an relaxen zu denken. Es ist ein unbeschreiblich schlechtes Gefühl, wenn keiner der Bankautomaten deine Karte annimmt. Christian wollte unbedingt auf Lombok aushelfen und Aufräumarbeiten  auf freiwilligen Basis machen. Unser Host hat sofort ihr Kontakte spielen lassen und uns eine Fähre von Surabaya nach Lombok rausgesucht, am nächsten Tag sollte es also losgehen. Jedoch folgte am Nachmittag das nächste stärkere Erdbeben auf Lombok und die Pläne wurden schnell geändert, weil es einfach zu gefährlich wäre. Unser Plan war, die Krisengebiete zu überspringen und gleich auf die Insel Flores zu gehen. Am gleichen Tag Abends 20:00 Uhr solle die Fähre also starten. Wir holten die Fahrkarten und besuchten den Markt und das Tabakmuseum in Surabaya und bereiteten uns auf die Reise vor. Einen großen Backpack ließen wir bei unserem Host und freuten uns auf die Überfahrt, die 36 Stunden dauern sollte. 

Sobald man aus dem gepflegten Wohngebiet rausfuhr, sah man überall Müll und verdreckte Flussläufe und natürlich überall Motorroller. Das war schon auffällig, jedoch hat Surabaya auch 2 Millionen Einwohner und das ist ja häufig so dass Städte vermüllt sind. Wir waren sehr froh die Stadt verlassen zu dürfen, da sie außer das Museum, den Wochenmarkt und dem Vulkan Bromo (1,5 Std entfernt) nichts besonderes hat.

Nachdem wir 2 Std auf die Fähre warten mussten, konnten wir endlich einchecken. Für die Passagiere mit unserem Economy Ticket, war eine große Schlaffläche vorgesehen, auf der 20-50 Personen Platz finden können. Familien mit Kindern wurden gleich in einen anderen Bereich geführt. Nachdem wir uns eine Ecke ergattert hatten, kam ein Offizier auf uns zu und bot uns ein VIP Zimmer an, da wir Ausländer waren und unter den gleichen Status „Familie“ fielen. Ein Deck weiter oben also, befanden sich privat Kabinen, und nach einem großen Verständigungsproblem und viel zu viel Bezahlung, bezogen wir die Kabine. Wir haben uns für die teure Kabine entschieden, da dort weitaus weniger Schaben unterwegs waren … wir reden von 2 auf 2 Quadratmetern und nicht 10. Schon ekelhaft, gerade wenn man diese Mitbewohner noch nie kennengelernt hat. 

Ansonsten genossen wir die Überfahrt sehr, da das große weite Meer, die Sonne und ein kräftiger Fahrtwind uns begleiteten.  

Zehnter Stopp – Hongkong

In Shenzhen angekommen, erlebten wir den entspanntesten Grenzübergang. Das Augenmerk liegt auf Übergang, wir durchliefen alle Prozeduren innerhalb einer halben Stunde und waren dann in Hongkong. Ganz andere Geschichte, als die Grenzerfahrung Anfang Juni. 

Hongkong ist ebenso beeindruckend und westlich beeinflusst wie Shanghai, man kann diese Städte nicht mit anderen chinesischen Grossstädten gleichsetzen. Was jedoch besser Oder schlechter ist, muss jeder für sich entscheiden. Die Preise fallen in diesen Städten auf jedenfall höher aus.

 Wir checkten in unser Homy Inn Hostel ein und können dieses Hostel sehr empfehlen. Gegen Mittag trafen wir gleich darauf einen jungen Kumpel von Chris. Hugo ist ein Local und erst 20 Jahre alt. Er hatte nur Zeit uns etwas die Stadt zu zeigen und einen Strand in der Nähe zu empfehlen, er musste dann zu seiner Fahrschule. Was man halt so mit 20 Jahren so macht. 

Also fuhren wir an den Strand, erst mit der Fähre in die Innenstadt, dort mit dem 6x Bus Richtung Deep Blue Bay , eine Haltestelle nach dem Deep Blue stiegen wir aus und beeilten uns schnell ins Wasser zu kommen. Seit Monaten halten wir das heiße Wetter aus, ohne auch nur einmal eine Ganzkörper – Abkühlung zu bekommen. Es war der Hammer, dieses warme grün türkisfarbene Wasser und man fühlt sich einfach nur frei und so gut, wenn man seinen Körper so bewegen kann, nachdem man fast 10’000 km Zug gefahren ist.

Dies wiederholten wir die darauffolgenden Tage an verschiedenen Stränden bis es hieß sich von Hugo und der Stadt zu verabschieden.

Wir haben Lust auf Baden im Meer bekommen. Ab nach Indonesien!