Reise durch Australien – der Feuerkontinent

In Brisbane angekommen, wurden wir feurig erwartet von Julie. Zwei Jahre war es nun her, dass wir uns das letzte Mal gesehen haben. Das Wiedersehen war einfach schön, es wurde viel geknuddelt und gelacht. Wir kennen uns ja schließlich schon seit 2011. Was ein Riesen Glück, dass sie vor drei Wochen von Melbourne nach Brisbane gezogen war, denn Melbourne kam für uns, wegen der kühlen Temperaturen nicht in Frage.

In Brisbane erlebten wir den australischen Frühling, ab und an war Tshirt Wetter und die Australier wurden nach und nach aktiver. Damit Christian dieser Aktivität bedenkenlos mithalten kann, ließ er sein Sprunggelenk Röntgen und hatte noch am nächsten Tag das Resultat- zum Glück war nichts schwerwiegendes. Also konnten wir den Job annehmen auf einem Yoga and Meditations Center um den Besitzern, ein älteres Ehepaar, im Garten helfen zu können 1,5 Std mussten wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, um nach Maleny zu kommen, für australische Verhältnisse ein Klacks. Maleny, so fanden wir schnell heraus, war das einzige Hippy Städtchen im Osten Australiens, viele alternative Medizin Praxen und spirituelle Shops konnte man dort finden. 

 

Die erhoffte Yoga und Meditations Praktiken konnten wir nicht ausbauen, aber einen Ort der Ruhe, geistiger Reinigung und einfaches Arbeiten fanden wir dort allemal. Jeden Tag wurden uns vegetarische Gerichte serviert und wir konnten schonmal über unsere Rückkehr nachdenken, ohne dabei Stress zu empfinden. 

Nach 7 Tagen kamen wir zu Julie, Daniel und deren Baby zurück. Gerade rechtzeitig, denn das große Footy und Rugby Finale standen an. Das wird meistens immer in großen Gruppen bei australischen BBQ gefeiert und wir waren mittendrin… marked! Das Zusammensein mit den jungen Familien war einfach goldig und wir hatten eine schöne Zeit. 

Tage danach stand eine Entscheidung an: wagen wir uns in den Linksverkehr und leihen uns ein Auto aus? Ungelogen es hat 8 Stunden gedauert bis wir uns erstens den Mut gefasst habe und zweitens das beste Preis Leistungs Angebot gefunden haben! 20AUD pro Tag für ein Kleinwagen war der Hammer und unschlagbar im Vergleich zu den privat Firmen die Fahrten ins outback anboten. Unser Ziel war eine Pferdefarm in Stanthorpe ( Queensland / New South Wales). 

Ich glaube jeder der in Australien gereist ist und sich ein Auto geliehen hat, der weiß wie aufregend und zugleich lässig es ist. Der super entspannte Auto-Vermieter hat mich noch gefragt, ob er das Auto vom Hof fahren solle. „Ach quatsch ich mache das.“ hörte ich mich sagen, stieg ein und musste mir erstmal alles zeigen lassen. Meine Coolness schwand natürlich kein Stück… erst als ich das Auto durch den 2 m engen Korridor zwischen Haus und Zaun fahren sollte und ein rhythmisches Geräusch vernahm und merkte dass es der linke Spiegel war, der am australischen Wellblechzaun gemütlich vorbei ratterte. Haha der Autovermittler wünschte uns eine gute Fahrt und verließ den Schauplatz. Nach 15 minütigen Lachanfall von Christian konnten wir uns also in den Linksverkehr stürzen und ich konnte oben die Spur zu halten. Es ist wirklich urkomisch wenn man soweit rechts im Auto sitzt. Kleiner Tipp: nutze nicht die Spiegel zur Positionskontrolle! man hat ja einen super Blick auf das Amaturenbrett- der Mittelstreifen der Straße sollte die Mitte der Konsole kreuzen … somit ist dein Blick stets vorwärts gerichtet und kannst dich auf den Verkehr konzentrieren! Top! 

Weiterer Tipp:

Vergesse nie als deine Sonnenbrille- durch das Ozonloch über Australien ist die Sonne wirklich sehr reizend für Haut und auch deine Netzhaut am Auge. Da ich eh eine Brille beim Autofahren trage traf es eher den Brillenlosen Chris, der nach 2 Std starke Kopfschmerzen bekam und feuerrote Augen hatte. 

Je näher wir ins Australische Outback  fuhren, desto spannender wurde die Landschaft und umso attraktiver für Kangoroos. Nach einer kurzen Schrecksekunde kam Freude auf, wenn wir die hüpfenden Säugetiere in ihrem Lebensraum beobachten konnten. Schlussendlich kamen wir ins en Irish angehauchten Städchen an und sahen eine 1,70 große Kangoroo Statue am Straßenrand, wir staunten und erschraken als sie sich beim vorbeifahren bewegte und mit unserem Auto für 20 m mitlief. Nächste Tipp: zur Dämmerung sind die guten Tiere besonders aktiv und sind häufig zu entdecken, häufig entscheiden Sie sich aber für den falschen und todbringenden Weg und hüpfen einem vor das Auto. Achtung diese Schäden zahlen die meisten normalen Auto-Versicherungen nicht. 

Wir trafen Leisa, die Besitzerin der Pferdefarm und gemeinsam gingen wir einkaufen, so lernten wir uns schon einmal flüchtig kennen. Sie war auch Vegetarierin und kaufte aber einen 20 kg Hähnchenkeulensack ein. Auf Nachfrage fanden wir heraus, dass sie drei Hunde hatte und das deren Frühstück sei und wir u.a. für die Fütterung zuständig seien. Die Anspannung stieg! 

Hey das Grundstück war wirklich riesig und die sieben Pferde, Alpakas, Hühner 

Und Hunde sehr goldig. 

Wie es der Zufall will, arbeitete Leisa nicht nur auf der Farm sondern auch mit autistischen Klienten. Davon bekamen wir jedoch wenig mit, da das Wetter nicht geeignet war. 

Zwei tolle abwechslungsreiche Wochen gingen vorbei. 

Bestes Mitbringsel: Butt Free Australia!! Filter Auffangbehälter wenn man Raucher ist. 

Die Rückfahrt an die Goldcoast wurde von strahlendem Sonnenschein begleitet und wir kamen pünktlich zur Geburstagsparty von Julies Florence an. Wir badeten im Pool und hatten eine gute Zeit mit Julies Freunden.

Am nächsten Tag holten wir eine andere Freundin ab die wir bereits auf Bali getroffen hatten. Jenny war zufälligerweise an der Goldcoast arbeiten und nun bot es sich an dass wir uns Noussa Island und die Sunshine Coast anschauten! Auf Noussa badeten wir in Fairypools, sahen Koalas und Delphine und an der Sunshine Coast gingen wir in den berühmten Steve Earvin Zoo! 

Bilder sagen mehr als Worte, der Dreitages Ausflug hatte es in sich: 

In Brisbane angekommen haben wir Jenny bei einer Freundin abgegeben, das Auto heile zurück gebracht und uns mit einem Kumpel von Chris getroffen. Am nächsten Tag brachte dieser uns mit vielen interessanten architektonischen Informationen über Brisbane in die Innenstadt und verabschiedete uns herzlich. Wir traten unseren nächsten Job an: diesmal erwartete uns ein Camper Van den wir von B nach A schaffen sollten, da dieser nicht in Brisbane sondern in Sydney gebraucht wurde. Wie passend, denn so kamen wir günstig nach Sydney und Jenny nahmen wir gleich mit und brauchten nicht mal eine Unterkunft für zwei Nächte organisieren. Einziger Nachteil es war ein 7meter Schlachtschiff, welches gefühlt 12 Tonnen wog und ich mich dem Truckerlady Leben nicht gewachsen fühlte. Haha. Dafür aber Jenny. Beste!

Sydney empfing uns sehr herzlich, mit Sonnenschein, super coolen Leuten  und einer Bratwurst für umme! 

Den Abend ließen wir in Jennys umstrittenen Hostel auf der Dachterrasse ausklingen und lernten ihre Partykollegen kennen, die Travel And Work Erfahrungen in Australien suchten. 

Sydney ist wirklich ein muss, wenn ich das so beurteilen darf- von der Architektur bis hin zu den Stränden / Parks und kulturellen und kulinarischen Angeboten ist für jeden etwas dabei. 

Ich feierte meine Geburtstag sogar in Sydney und zwei Tage später verabschiedeten wir uns jedoch und machten einen weiteren Camper Van Job bis nach Melbourne. 

Vorteil: kleinerer Wagen – Mercedes Vito 

Nachteil: die recht bekannte Firma die dahinter steckte kann man in die Tonne kloppen… salopp gesagt. Egal war trotzdem ein super Trip den wir nicht missen wollten. 

An Aussichtsplätzen und Grillplätzen war es leider so dass viel Müll liegen gelassen wurde, so hat Travel and Clean wieder zuschlagen können. #makeadifference 

Melbournes Empfang war nicht so herzlich . Der Grund war die erwähnte Firma und deren Mitarbeiter- die Touristen unfreundliche Öffentliche Verkehrssituation- die kühlen Temperaturen und die anonyme Atmosphäre. 

Wir machten das beste daraus indem wir Pinguine am Hafen besuchen gingen und Mega günstig shoppen gingen in unserem Lieblings Outdoorbrand Shop. 

Wir entdeckten ein „Pay What you want „ Restaurant, indem wir zu Spendenpreisen gut indisch essen konnten. Am gleich Tag ging es abends zum Flughafen zur unserer letzten Station unserer Reise: Singapur 

Doch dazu mehr im nächsten Artikel. 

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