Vierzehnter Stopp – Alor

Die Insel Alor ist die letzte der Sundainseln, Taucherparadies und wurde von allen auf dem Weg dorthin wärmstens empfohlen.

wie kamen wir also nach Alor? Es handelt sich um ein Frachtschiff auf dessen Ladefläche wir nun die nächsten 36 Stunden verbringen solllten. Nachts war es kalt und da wir im Gegensatz zu den anderen circa 20 passagieren keine Decken  hatten, dienten mehrere Rettungswesten als Wärmegeber.

Auf diesem Schiff konnten wir nun endlich ganz vorne auf den Bug gehen und wie bei dem film titanic die hände ausstrecken.

Schon ein tolles gefühl. Wir erreichten den Hafen von Kalabahi gegen 20:00 Uhr, doch der Kapitän wollte nun kein Geld von uns für die Überfahrt annehmen. Wir gaben ihm trotzdem die Hälfte des vereinbarten Preises, und sagten Good bye. Am Hafen fanden wir ein Paar Jungs die uns mit einem Hotspot versorgten um nach einer Unterkunft zu suchen. Da kreuzte ein Rollerfahrer auf, der gut englisch sprach und ein Zimmer zu einem guten Preis hatte, desweiteren organisiert er auch Bootstouren, also genau das was wir suchten. Wir fuhren nun in zwei Fuhren per Roller zu der Unterkunft, welche bei dem Mann zu Hause war. Wir wurden von seiner Frau und Tochter begrüßt und bekamen Tee und in Kokosblättern eingewickelten Reis zu essen. Dieses Gericht gibt es nur einmal im Jahr, am Haj Tag, dem Tag der Reise nach Mekka für Muslime. Des weiteren lud uns der Gastgeber zum Schlachtfest am nächten Tag ein. War wohl der perfekte Tag um dort zu sein. Das Zimmer war sauber und wir gingen früh schlafen. Nachdem Frühstück gingen wir zusammen zu den Nachbarn welche Bänke, Stühle, Essen und Trinken im Vorgarten aufgebaut hatten.

Eine Ziege und Zwei Kühe wurden nun im Vorgarten geschlachten, und das Fleisch unter Buchführung aufgeteilt und an die ganze Nachbarschaft verteilt. Dieses Ritual dauerte bis in den späten Nachmittag.

Wir gingen zwischenzeitlich nach Hause um Wäsche zu waschen und zu relaxen. Abends gab es eben dieses Rindfleisch zu essen, und wir entschieden uns für einen Zweitagesschnorchelausflug der am nächsten Morgen startete. Unseren großen Rucksack liessen wir bei Familie Rahman, um ihn später die Woche wieder abzuholen.

Das Meer türkis der Himmel hell blau, wunderschöne Riffe mit Fischen und intakten Korallen in allen Farben erwarteten uns.

Wir ließen uns zum Abschluss des zweiten Tags an einem Strand mit Bungalow absetzen, welcher 15km von Kalabahi liegt, wo wir die nächsten zwei Tage mit weiterem Schnorcheln, Sonnenuntergängen und am Strand herumliegen verbringen sollten.

Zurück in die Stadt nahm uns eine Gruppe Einheimischer besthend aus 4 Erwachsenen und 20 Minderjährigen mit ihrem Minibus mit. Das heißt: vorne 3 personen, hinten 12 personen und der rest auf dem Dach. Die Musik war laut, wie immer in Indonesischen Minibussen, und wir hatten viel Spass beim singen und 10km/h fahren.

Sie lieferten uns bei der Familie Rahman ab wo wir ein Abendessen bekamen. Wir packten unsere Sachen, bedankten uns nocheinmal und fuhren per Ojek zum Hafen. Die Fähre nach Atupupu sollte um 20:00 ablegen. Dort angekommen sahen wir die Fähre, uns wurde jedoch mitgeteilt das diese erst Morgen um 20:00 abfährt. Na toll! Also Kontaktierten wir wieder die Familie und fuhren wieder zu ihnen nach Hause. Wir nahmen es aber locker und lachten über die Situation die uns hier irgendwie nicht gehen lassen wollte. Nach einem weiteren Tag Vollpension und Gastfreundschaft, verliessen wir dann doch Kalabahi am Tag darauf um 22:00Uhr. Die Überfahrt dauerte bis 6 Uhr Morgens plus eine Stunde Zeitverschiebung oben drauf. Atapupu entpuppte sich als ein Hafenanleger mit drei Verkaufsbuden, wir nahmen einen Minibus zur Grenzstadt Mo a in, die wir in einer halben Stunde erreichten. Im bereits abgezäunten Grenzgebiet gab es ein kleines Restaurant, wo wir ausstiegen und ‚brunchten‘ mit blick auf Betonwand und Stacheldracht. Die Grenze kann man zu Fuss passieren, die Grenzer waren freundlich und nun bekamen wir pünktlich den Stempel, um aus Indonesien auszureisen nach möglichen 30 Tagen Visa.  100 m weiter waren wir dann in Ost Timor.

Das Land über das man in www fast keine Informationen kriegt. Portugisische Kolonie bis 1975, dann von Indonisien besetzt bis 2002 unabhängig geworden. Wer über die Besatzungszeit etwas lesen möchte, kann das gerne tun, braucht aber einen guten magen, denn das ist an unmenschlichkeit schwer zu überbieten ist was da abgelaufen ist. Wir nahmen ein Bremo in die Hauptstadt Díli, was uns für 4 Stunden immer an der Küste entlang führte, schöne Aussicht auf das Meer, jedoch die Straße sehr holprig und staubig. 

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