Elfter Stopp – Indonesien Teil 1

Auf der Suche nach dem Paradies. 

Wir haben uns bewusst für Indonesien entschieden, da die Regenzeit, die nun in Taiwan, Philippinen, Laos und Thailand beginnt, hier weniger ausgeprägt ist. Nachdem unsere Sicherheitsapp uns meldete, dass in Laos ein Staudamm durch die heftigen Regenfälle gebrochen wäre und auf den Philippinen Terroranschläge gemeldet wurden und in Taiwan die Taifune ihr Unwesen treiben, blickten wir  voller Vorfreude nach Indonesien. 

Ein Tag später meldete unsere Sicher Reisen App „Erdbeben auf Lombok, Bali ist teilweise auch Mitbeteiligt“. Ganz nach dem Motto: Wer sich zu früh freut … 

Eine Woche nach dem Erdbeben:

Flug Von Hongkong nach Singapur, war easy, die 6-7Stunden wartend im Flughafen verbringend jedoch nicht.

Angekommen auf der Insel Jawa in Surabaya, wurden wir von den Indonesiern   begrüßt und uns kam das Gefühl hoch, als wären wir auf einem Wochenmarkt, der der am lautesten schreit bekommt die meisten Gäste, die bei ihm im Taxi mitfahren. Wir ließen uns erstmal Zeit und wechselten gemütlich Geld und plötzlich wurden aus 15€ = 200’000 Idr. Unsere Fahrt kostete 150’000 Idr nach Citraland. Wir wussten nicht was uns erwartete, aber wir kamen in ein Distrikt der Stadt, der eine Wohnsiedlung beherbergte, welcher bewacht, gepflegt und sehr modern war. Dort haben wir das Glück bei einer kanadischen Couchsuferin zu bleiben, die in einem der Super Modernen Haushälften lebt. Sie hat sogar eine Haushaltshilfe, die uns Mittag vorbereitet hatte, welches wir sehr genossen, da das letzte Essen schon wieder 6 Stunden her war. Danach war nur noch an Schlaf zu denken. Nach sage und schreibe 16 Stunden Schlaf, haben wir die katastrophale Nacht auf dem Flughafen Singapur wieder ausgeglichen. 

Die folgenden Tage bestanden daraus, dass wir die nächsten Tage/ Wochen planten und uns eine indonesische Simkarte und Geld besorgten. Erst dann war an relaxen zu denken. Es ist ein unbeschreiblich schlechtes Gefühl, wenn keiner der Bankautomaten deine Karte annimmt. Christian wollte unbedingt auf Lombok aushelfen und Aufräumarbeiten  auf freiwilligen Basis machen. Unser Host hat sofort ihr Kontakte spielen lassen und uns eine Fähre von Surabaya nach Lombok rausgesucht, am nächsten Tag sollte es also losgehen. Jedoch folgte am Nachmittag das nächste stärkere Erdbeben auf Lombok und die Pläne wurden schnell geändert, weil es einfach zu gefährlich wäre. Unser Plan war, die Krisengebiete zu überspringen und gleich auf die Insel Flores zu gehen. Am gleichen Tag Abends 20:00 Uhr solle die Fähre also starten. Wir holten die Fahrkarten und besuchten den Markt und das Tabakmuseum in Surabaya und bereiteten uns auf die Reise vor. Einen großen Backpack ließen wir bei unserem Host und freuten uns auf die Überfahrt, die 36 Stunden dauern sollte. 

Sobald man aus dem gepflegten Wohngebiet rausfuhr, sah man überall Müll und verdreckte Flussläufe und natürlich überall Motorroller. Das war schon auffällig, jedoch hat Surabaya auch 2 Millionen Einwohner und das ist ja häufig so dass Städte vermüllt sind. Wir waren sehr froh die Stadt verlassen zu dürfen, da sie außer das Museum, den Wochenmarkt und dem Vulkan Bromo (1,5 Std entfernt) nichts besonderes hat.

Nachdem wir 2 Std auf die Fähre warten mussten, konnten wir endlich einchecken. Für die Passagiere mit unserem Economy Ticket, war eine große Schlaffläche vorgesehen, auf der 20-50 Personen Platz finden können. Familien mit Kindern wurden gleich in einen anderen Bereich geführt. Nachdem wir uns eine Ecke ergattert hatten, kam ein Offizier auf uns zu und bot uns ein VIP Zimmer an, da wir Ausländer waren und unter den gleichen Status „Familie“ fielen. Ein Deck weiter oben also, befanden sich privat Kabinen, und nach einem großen Verständigungsproblem und viel zu viel Bezahlung, bezogen wir die Kabine. Wir haben uns für die teure Kabine entschieden, da dort weitaus weniger Schaben unterwegs waren … wir reden von 2 auf 2 Quadratmetern und nicht 10. Schon ekelhaft, gerade wenn man diese Mitbewohner noch nie kennengelernt hat. 

Ansonsten genossen wir die Überfahrt sehr, da das große weite Meer, die Sonne und ein kräftiger Fahrtwind uns begleiteten.  

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