Vierter Stopp Manzhouli

Manzhouli-Dalian

Grenzübertritt von Sibirien in die chinesische Provinz innere Mongolei. Wir wurden von unserer Gastgeberin Lily pünktlich abgeholt die uns als erstes einen Cocktail zur Begrüßung in ihrer Wohnung mixte. Prost und GanBei erstmal, wir bleiben 36 Stunden in Manzhouli. Sie ist chinesisch- mongolischer Abstammung und brachte uns und ihren kanadischen Boyfriend zum Abendessen was eine große Menge köstlich gegrilltes Fleisch in dieser Region bedeutet. Wir schauten uns auf dem Nachhauseweg die Stadt an. Anders als auf der russischen Seite der Grenze wo es nur spärlich ein paar Dörfer gibt ist Manzhouli von Hochhäusern geprägt die allesamt golden beleuchtet sind. „The golden city“ wurde uns erklärt. Es erinnert schon an Las Vegas dort, alles künstlich und trockener Sand. Naja, im Winter ist es hier minus 40 Grad aber im Mai 19 Grad. Wir kauften am nächsten Tag zwei chinesische Simkarten um online sein zu können, 20Gb für einen Monat ist ein gutes Angebot für uns zwei und bezahlen monatlich unter 15€ dafür. Fair play! 

Am nächsten Tag mussten wir abends  zum Zug nach Dalian, Provinz Liaoning weil wir ans Meer und an den Strand wollen. Unsere Gastgeberin fuhr mit uns per Taxi zum Bahnhof und wir verabschiedeten uns herzlich. Im Taxi hatten wir Pässe, Handys, Geld und Gepäck, alles gut also. Naja, bis Christian beim Einstieg in den Zug auffiel das er sein Handy nicht mehr hat, mit welchem er aber gerade noch ein Photo von der goldenen Skyline gemacht. Top!

Abfahrt ist in 5 minuten, Handy ist nicht auffindbar am security check, also steigen wir in den Zug ein. Im Zug kontaktieren wir die Gastgeberin, die den Taxifahrer anrief. Auch hier Fehlanzeige, die Stimmung war dementsprechend. Schlecht. Vor uns liegen geschätzte 1500 Kilometer in 25 Stunden im Schlafzug. Es gibt in diesen Zügen der untersten Kategorie der chinesischen Staatsbahn noch eine Raucherecke mit Aschenbecher. Wunderbar für Raucher. 

Eine stressverarbeitungszigarette