Stopp Nr. 3 – Baikalsee

Nach zwei Wochen absoluten ursprünglichem Leben auf der Bienenfarm, kamen wir ziemlich schnell wieder in das hektische Leben. Plötzlich zählten wieder die Abfahrtzeiten von Zügen, wie viel Geld man im Geldbeutel hat , ob das Essen für die Zugfahrt reicht, ob die Absprachen mit der Unterkunft beim Baikalsee funktioniert. 

 

Nach 2005 km Zugfahrt kamen wir in Irkutsk an und mussten feststellen, dass der Busbahnhof 40 min weiter ausserhalb von Bahnhof liegt. Dort angekommen, mussten wir den Tranfer organisieren. Wir wollten auf die Insel Olkhon, 300 km von Irkutsk entfernt. Der Bus dahin war ausgebucht. Wir wollten pokern und trotzdem irgendwie dorthinkommen, wir hatten ja schliesslich schon die Unterkunft über Airbnb gebucht. Wir buchten den Bus, der die Marschrutka nach Olkhon kreuzt und sprachen dies mit dem Busfahrer ab. 

Nach weiteren 2 std Busfahrt, auf der besagten Kreuzung, fand sich tatsächlich ein kleiner Bus, der Richtung Baikalsee fuhr. Nur hatte dieser Bus keinen Platz für das Gepäck. aber dafür auf dem Dach. Guter Hinweis: russiche Raplyriks bringen uns in Russland weiter: Anni hat mit einfachen drei Worten die Mitfahrt klargemacht. Nach einer Std kamen wir also in der Nähe vom Baikalsee an… das ist der Punkt, in der Nähe! Wir wollten aber auf die schöne grosse Insel Olkhon , die im Baikalsee liegt… und die Fähre fährt aber nur bis 19:00 Uhr abends… es war bereits 20:30 Uhr. Somit mussten wir uns eine Unterkunft suchen. Man muss schon sagen, dass wir grosses Glück haben auf unserem Trip, da ein junger Mann, der mitbekommen hatte, dass wir in dem Dorf gestrandet sind und die Nummer von unseren Host ausfindig machen wollten, um ihr Bescheid sagen zu können, schenkte er uns seine  Ersatz Simkarte für das Handy. Alles konnte nun geregelt werden und der nette Busfahrer half uns bei allem. 

     

 

Der Transfer am nächsten Tag war kein Problem, wir genossen die Aussicht und die Fährfahrt. Alles für umgerechnet 5Euro pro Person. Wir würden direkt bei der Unterkunft abgeliefert und konnten gleich die Insel erkunden. 

Wir bemerkten gleich die bunt geschmückten Bäume an manchen Stellen und fanden heraus, dass auf der Insel Olkhon Schamanen leben, und es von der burjatischen Bevölkerung aktiv gelebt wird. Es ist wahr , an den Stellen gab es entweder etwas besonderes zu sehen oder man spürt einfach eine besondere Kraft an diesem Punkt. Wir haben gleich gemerkt, dass diese Insel sehr besonders ist und hier war es auch selbstverständlich, der Natur etwas gutes zu Tun. Wir sammelten Müll, der sich am Strand befand, waren ehrfürchtig und respektvoll und travelandclean kam endlich zum Zuge. 

 

Diese Insel war voller Zufälle und wunderschöner Momente. Wenn es anfing zu regnen, dann fand man plötzlich eine Galerie die geöffnet hatte, wir mussten ein Bild dort kaufen, da Seins auf Anhieb sehr gefallen hat und haben die Geschichte des Malers erfahren, da die Verkäuferin und der Maler sehr gute Freunde sind. Nach einer langen Wanderung durch den Wald, die gefühlt ins Nichts führte, schauten wir auf eine online Karte, um unseren Plan zu ändern und sahen das wir auf dem Weg waren, eine Bergquelle in der Nähe besuchen zu können. Den Quelllauf entlang, kamen wir an einen heiligen schamanischen Ort, plötzlich wurde es uns kühl, während wir uns dem Platz näherten , da sahen wir mitten in der 26 Grad warmen Umgebung einen gefrorenen Flusslauf, Knochen die wir dort gesehen haben, ließen wir lieber vor Ort, aber das Messer welches wir neben der 40 cm dicken Eisschicht gefunden haben, das ging mit. Plötzlich tauchten Kühe auf, die von dem Flusslauf trinken wollten, ein Bulle war jedenfalls dabei die Kühe in die richtige Richtung zu treiben. Das war das Zeichen für uns zu gehen. Nach 100 Metern drehten wir uns um und die Kühe hatten sich in eine Reihe formatiert und kamen hinter uns her… als würde sie uns nur den einen Ausweg lassen, sodass wir verschwinden sollten. 

Die Insel Olkhon ist ein Muss, unter allen Naturliebhabern und das was noch darüber hinaus geht. Hier gelten andere Gesetze!