Zweiter Stopp — Baschkortostan

Baschkortostan – eine muslimisch geprägte russische Teilrepublik süd westlich des Urals 

Die Hauptstadt ist Ufa  – kurzer Zwischenstopp um unseren Lieblingsrapper live zu sehen. geniales Konzert und rappelvoll. Stimmung war super.

Die Groupies sind am Start!

Nächsten Tag:  11:00 Uhr Abfahrt von Avtobus Vaksal 2,5 STD mit dem Bus Richtung tiefstes Baschkortostan.

Ein ganz anderes Leben erwartete uns dort. Hier beim Imker namens Zinnur, wo der leckerste russische Honig produziert wird. Seine Farm hat bereits seit 30 Jahren bestand. Zinnur freut sich, dass wir freiwilligen Helfer uns auf den weiten Weg gemacht haben, um ihm unter die Arme zu greifen. 

Entschleunigung Pur: Was ein anderes Gefühl! 

Du bist auf dem Land, wir durften eine kleine Hütte beziehen und diese selbst bewirten. Das war also unser neues Zuhause. 

Jeden Tag um 10 kommt die von Chris sogenannte  „Mafia“  und holt ihn ab, um den täglichen Aufgaben nachzugehen.

Alles war so ursprünglich. Keine Nachbarn, nur die Farm, das Leben in der Großstadt ist nicht vergleichbar.

Alles auf null gesetzt, nur Du mit der Natur und den Bienen. Faktoren Lärm, Stress und Zeitdruck gibt es nicht… Fließendes und Heißwasser jedoch auch nicht, aber dafür gibt es Strom, obwohl dieser auch manchmal ausgefallen ist. Zum Duschen wurde die russische Schwitzhütte, genannt Banya, angefeuert, jedoch mussten dort zwei bis vier Stunden vergehen bis das gesamte Holz zur Glut wurde, da sonst die Gefahr bestünde, nicht lebend aus der Banya herauszukommen. Wer zu früh duschen gehen wollte bekam die berühmte russische Standpauke von Zinnur ( mit erhobener Faust). Legendär. 

Rahmen Remont
Äh Entschuldigung … ich habe da mal eine Frage … wo geht es hier zur Abmerdung
Der Brunnen

Da wir die Volunteers waren : mussten wir keine Einkäufe erledigen.

Wenn schlechtes Wetter war, dann hätten wir Freizeit oder Arbeiten in der Hütte wurden erledigt. Bei gutem Wetter werden Bienenstoecke gestrichen, Holz gehackt, Wabenrahmen repariert und für den Großeinsatz Mitte Juni – September vorbereitet. Wir alle waren den Bienenattacken ausgesetzt, da der Regen den Duft der Blüten neutralisiert hat und die Bienen zornig deswegen waren. Alle wurden gestochen außer ich (Anni). Hihi. 

 

Ein Rückblick von Anni:

Frauen sollen nicht arbeiten.

Chai machen, putzen, Wäsche waschen und fuer den Arbeiter, Chris und mich Essen machen. Die ersten Tage habe ich mich sehr fehlplatziert gefühlt… von Business Lady hin zu Hausfrau- meine Neugier alles über Bienen zu erfahren traf zudem auch auf eine große Sprachbarriere. Ich hatte Schwierigkeiten anzukommen. 

Um mich von jeglichen Vorurteilen zu schützen und Freude zu haben an dem was ist, machte ich die Qi Gong Übungen, die ich vor zwei Jahren bei einem Workshop kennengelernt hatte und kam endlich auf baschkirischem Boden an. Wichtig war, es jeden zweiten Tag zu wiederholen oder auch mal joggen zu gehen oder chinesische Vokabeln zu pauken.

 

Weg waren die Zweifel und Druckmomente und nach getaner Arbeit im Haus, setzte ich mich einfach mit zu den Männers und half ihnen oder lernte Holzhacken- geniales Workout – perfekter Zeitpunkt für eine Training Sweat and Blood against Cancer Einheit 

 

Training Sweat Blood against Cancer

 

Wir waren jeglichen Wetterbedingungen ausgesetzt gewesen 30• Grad bis 5• Grad, Hagel, Regenschauen und Sonnenbrandgefahr 

Des Weiteren kamen wir mit Pferdebremsen in Kontakt, die doppelt so groß waren, wie in Deutschland und Umland , sowie mit den unberechenbaren Bienenattacken… Kopfstoßgefahr wegen der tiefen Hausbalken … hierzu fällt mir der amerikanische Volunteer Alex ein, der nach 6 Tagen dazu kam, welcher sich so häufig den Kopf gestossen hatte, dass er schon eine Schürfwunde an ein und der selben Stelle am Kopf hatte. Irgendwie auch lustig, es hatte den Anschein als lerne er es nie. 

Zitat von Zinnur (übersetzt)- der natürliche Feind der Bienen ist der Bär, deswegen verdeckt euer Kopfhaar, sonst werden sie aggressiv und attackieren euch. 

Am 02.06.2018 ging unsere Reise weiter. Leider kam der versprochene  Linienbus im absoluten Nirgendwo leider nicht zur versprochenen Zeit und wir kamen überraschender Weise in Zeitnot… diesmal musste der Hitchhike Finger uns zum Ziel führen … es hat geklappt 3-5 Minuten vor Zugabfahrt saßen wir im Zug, der uns nach Irkutsk bringen soll (3 Nächte in der transsibirischen Eisenbahn standen uns bevor).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.